Persona 5 – Gelobet seien die JRPG

Unter den japanischen Rollenspielen ist Persona kein unbekannter Titel. Es hat eine der größten Fangruppen in diesem Genre. Und das, hinsichtlich der bisherigen Teile, zurecht. Der letzte Teil Shin Megami Tensei: Persona 4 erschien bereits vor 2008 für die PlayStation 2, 3 und Vita. Seit knapp einem Jahrzehnt warten die Fans also auf einen Nachfolger und die Spieleschmiede Atlus lies sich Zeit. Aber endlich ist er da. Kann Persona 5 diese Fußspuren ausfüllen?

Rollenspiel für Experten

Eines der beliebtesten Facetten der Persona-Reihe ist der Aspekt des Alltags. Neben Kämpfen, Fantasyelementen und absurden Szenen, bietet Persona einen Schulalltag welcher bewältigt werden möchte. Auch Romanzen und Bezieheungen zu Mitschülern wollen gepflegt werden.

Dies setzt Persona 5 voll und ganz fort. Als Protagonist spielt man einen zurückhaltenden Teenager, welcher sich in Tokyo zurechtfinden muss und den Alltag in der Schule bewältigen will. Aber das ist noch lange nicht genug. Denn hinzu kommt die Persona. Eine innere Kraft, die der Protagonist aber auch andere Schüler und Schülerinnen auslösen können um im Stil von Robin Hood in einer Fantasywelt die Welt zu retten.

Aber wie jedes Persona verlangt der 5 Teil dem Spieler viel ab. Zeitmanagement ist hier ein großes Thema. Persona 5 ist eines dieser Rollenspiele, das von einem verlangt Entscheidungen zu treffen die einschneidende Auswirkungen hat. Ist einem die Schule wichtiger als die Rettung der Welt oder versucht man dies auszubalancieren? Alles kann man nicht haben, aber dies macht auch den Reiz der Persona-Reihe aus. Einsteiger werden sich eventuell schnell überfordert fühlen, können aber dennoch sehr viel Spaß damit haben.

Interessante Figuren

Auch bekannt ist Persona für seine mutigen Charakterdarstellungen. Ähnlich wie Bioware hat Atlus sich dazu entschieden nicht nur homosexuelle Charaktere zu zeichnen sondern auch Transsexualität so zu erwähnen, wie man es von einem JRPG erwarten würde. Mit viel Humor aber auch viel Respekt zum Thema. In der japanischen Kultur gelten diese Themen in den Medien als weniger kritisch als im Westen, was aus unserer Sicht auch durchaus begrüßenswert ist. Besonders schön ist allerdings, dass sie nicht zu Pointen verkommen und zur Belustigung dienen. Einigen Charakteren erkennt man die Sexualität auch gar nicht an. Da kann es schon einmal zur Überraschung werden, wenn sich eine Dame als Kerl herausstellt. Diese Geschichten sind aber immer interessant erzählt und sind so gut wie nie das Hauptmerkmal der Charaktere.

Auch sonst sind die Charaktere und deren Erzählungen ein wichtiger Bestandteil von Persona 5. Dies mag zwar für viele Rollenspiele gelten, aber hier macht es Spaß die Charaktere zu entdecken und ihnen persönliche Geheimnisse zu entlocken.

Fazit

Wir freuen uns schon auf weitere Durchläufe in Persona 5 um vielleicht auch einmal bessere Noten zu schreiben und andere Charaktere zu bezirzen. Wer japanische Rollenspiele mag, darf sich an Persona 5 definitiv bedienen. Die Langzeitmotivation und die novellenartige Erzählung haben diesen Teil zu einem kleinen Meisterwerk gemacht.

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