Pen and Paper Rollenspiele

P&P Rollenspiele

Pen and Paper Rollenspiele sind in aller Regel eine Form der Gesellschaftsspiele, genauer gesagt der Erzählspiele. Hierzu werden allerdings weder Karten noch Spielbrett benötigt, zumindest nicht für Die vergessenen Chroniken. Was aber in jedem Fall erforderlich ist, sind die Würfel. Und natürlich Spieler.

Eine übliche Spielgruppe besteht aus etwa vier bis fünf festen Spielern. Das gilt als beliebte Größe. Sind es zu wenige Spieler, gibt es auch zu wenige Charaktere, die innerhalb der Geschichte agieren. Die Stärke der Gruppe wäre zudem zu gering, um sich effektiv den Gefahren Verej’kas entgegenzustellen. Eine zu große Gruppe hingegen kann den Spielleiter schnell überfordern, denn oftmals wollen mehrere Spieler gleichzeitig agieren, können sich untereinander nicht einigen oder leiden gerne unter einer beliebten Form des Aufmerksamkeitsdefizits. Letzteres übrigens erschreckend oft während solcher Spielabende. Insgesamt kann dies aber dem Spielleiter schnell zu viel werden und es unmöglich machen, den Wünschen jedes einzelnen Spielers nachzukommen. Also im Vorfeld die Größe der Gruppe bedenken!

Ein Spielleiter hingegen bedarf ganz anderer Voraussetzungen. Der Spielleiter sollte, sofern die Rolle des Leiters nicht ohnehin umherwandert, immer anwesend sein, denn logischerweise kann ohne ihn nicht gespielt werden. Der Spielleiter muss viele Dinge bedenken und hat viele Vorbereitungen für den Spielabend zu treffen. Abgesehen davon, dass er die Regeln blind beherrschen sollte – dies wird zumindest von den Spielern oft erwartet – muss er sich im Klaren über die Welt bzw. die unmittelbare Umgebung sein. Er oder sie sollte gut im Erzählen sein und Fantasie, viel Geduld und Ruhe besitzen. Wie der Spielleiter genau arbeitet, wird später im Detail erläutert.

Die Materialien

Ein Spieler hält ein paar Würfel
Eine Hand voll Würfel

Als wichtigste und namensgebende Utensilien dienen Papier und Stifte. Es kann sich hierbei um eine Serviette und einen in Ketchup getunkten Zahnstocher handeln, viel besser eignen sich aber ein Schreibblock und ein Bleistift. Für das Charakterblatt wäre ein dickeres Papier ideal. Da viel am Charakter herumradiert werden muss, ist stabiles Papier von großem Vorteil. Als Stift siegt der Bleistift über Kugelschreiber und Füller, da Graphit ausradierbar ist.

Zweitwichtigstes Werkzeug ist der Satz Würfel. Viele Spieler, die dies als eines ihrer ersten Rollenspiele bezeichnen, haben noch nie etwas anderes als den üblichen sechsseitigen Würfel gesehen, der einen Wert von 1 bis 6 anzeigt. Für Pen and Paper – Spiele gibt es aber auch noch viele weitere Würfel, die sich in den sogenannten Seitenzahlen unterscheiden. Vom zweiseitigen Zufallsgenerator, kurz Münze, bis hin zum hundertseitigen Würfel ist alles denkbar. Wir empfehlen ein Standartset, bestehend aus je einem vierseitigen, sechsseitigen, achtseitigen, zwei zehnseitigen, einem zwölfseitigen und einem zwanzigseitigen Würfel. Dieses Standartset gibt es übrigens auch komplett als solches zu kaufen. Sie müssen also nicht in Panik verfallen und sich alles gleich merken.

Drittes und sehr wichtiges Utensil ist das Regelwerk. Es ist absolut unerlässlich. Für den Anfang mag ein Exemplar für die gesamte Gruppe ausreichen. Sollte die Gruppe aber länger bestehen, empfiehlt es sich, dass die Spieler nach und nach eigene Werke besitzen. Es ist zwar ein leichtes den Spielleiter nach Regeln zu fragen, sollte aber kein Muss sein. Jeder Spieler sollte mit der Zeit ebenso mit den Regeln vertraut sein wie der Spielleiter selbst. Dadurch kann der Spieler Regelschwächen des Spielleiters nutzen, um seine Ziele zu verfolgen. Ein Ärgernis für den Spielleiter, aber eine wichtige Waffe für jeden Spieler.

Ein Spielabend

Nun, insbesondere der erste Spielabend ist äußerst interessant, denn hier werden die Charaktere des Spiels erstellt. Dies kann einige Stunden in Anspruch nehmen, ist allerdings leicht zu

Miniaturen für Rollenspiele
Tabletop Miniaturen

verschmerzen, denn selten hat ein Spielleiter zu diesem Zeitpunkt schon eine gute Geschichte parat. Dieser Abend kann als Kennenlernabend der verschiedenen Spieler und Charaktere genutzt werden.

Sind die Charaktere entworfen und alle Ideen dem Spielleiter vorgetragen, die er dann mit Müh und Not umzusetzen versucht, kann mit der Erkundung Verej’kas begonnen werden. Einleitend erzählt der Spielleiter erst einmal etwas über die grundlegenden Geschehnisse, über die Umgebung, eventuell auch den konkreten Aufenthaltsort der Spielercharaktere. Fortan agieren die Spieler und schicken ihre Charaktere ins Verderben, sollte der Spielleiter dies nicht schon zu Genüge tun.

Hierbei ist nun zu beachten, dass der Spielleiter einen guten Grund erfindet wieso die Spielercharaktere zueinander gehören. Womöglich sind sie befreundet oder verwandt. Womöglich aber arbeiten sie auch miteinander. Zwingen kann der Spielleiter seine Spieler aber nicht, sich zur Gruppe hinzuzugesellen wollen. In solchen Fällen muss der Spielleiter geschickt sein und den Spieler als eigenständige Gruppe betrachten. Der Spielleiter wird zudem die Charaktere an seine Geschichte binden wollen. Dies sorgt für Spannung und regt die Spieler dazu an zu handeln. Denn es besteht stets die große Gefahr, dass Spieler sich langweilen, wenn sie keine Aufgaben für sich entdecken. Hierbei müssen auch ihre persönlichen Wünsche angesprochen werden.

Haben die Spieler ihre Aufgaben erfüllt, oder sind diese auch missglückt, verteilt der Spielleiter die Erfahrungspunkte. Sie dienen dazu, die Charaktere der Spieler weiterzuentwickeln. Mit diesen Punkten können die Spieler nämlich Attribute und Talente einkaufen. Dabei sollte sich der Spielleiter nach einem System richten, wie er die Punkte verteilt.

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