Deponia Rollenspiel – Ran an den Müll

Deponia ist mit Abstand eines der bekanntesten und erfolgreichsten der modernen Adventure Games. Bereits 2012 erschien das Spiel für Windows, Linux und sogar Mac OS. Nicht grundlos erschien nun, fünf Jahre später, auch die Fassung für Konsole. Unter anderem für die PlayStation 4.

Aber das ist nicht genug. Denn der Uhrwerk-Verlag entschied sich nun Deponia als Pen and Paper Rollenspiel herauszubringen. Kann so etwas funktionieren?

Das Deponia Rollenspiel-Regelwerk

Für Deponia wird kein eigenes System verwendet. Die Autoren des Werkes Nicolas Mendrek, Mháire Stritter und Erfinder Jan Müller-Michaelis entschieden sich für eine modizifierte Version des Fate-Systems.  Eine der Modifikationen soll die witzigen Dialoge belohnen. Gutes Rollenspiel à la Deponia soll mit Fate-Punkten belohnt werden. Etwas skuril wirkt hingegen, dass es möglich ist das Spiel für eben diese Fate-Punkte abzuspeichern. Man kann es also wie ein Check-Point wieder aufgreifen, sofern die Spieler dies wünschen. Damit ist der Tod nicht einmal mehr die größte Gefahr und dies soll er auch nicht sein. Dafür wurde auch das Klonen hinzugefügt. Wer Deponia bereits gespielt hat, weiß, dass Klonen gar nicht ungewöhnlich für das Spiel ist. Hier soll der Spieler auf alte unter alternative Versionen des eigenen Charakters zurückgreifen können.

Charaktererschaffung

Die Charaktere bestehen aus Aspekten, Konzept, Dilemma, Methoden und Stunts. Aspekte wirken wie kleine Randnotizen, die Attribute ersetzen sollen und so einen groben Rahmen des Charakters bilden. Das Konzept greift dann den wichtigsten Aspekt und baut diesen auf. Interessant wird dann das Dilemma, mit dem der Charakter erst seinen Wahnwitz bekommt. Es ist die Schwäche, ein Feind oder was auch immer den Charakter erschüttern kann. Um das Abenteuer zu überstehen hat der Spieler Methoden, die wie Fertigkeiten aufgebaut sind. Wobei Stunts wieder besonders ausgewählte und mit Bonus versehene Methoden sind.

Eindruck

Mit 39,95 € gehört das Spiel zu den gehobeneren Werken. Der Preis ist allerdings auch gerechtfertig. Der Reiseführer ist 240 Seiten dick und voll bebildert. Er wirkt hochwertig und beschreibt die Welt von Deponia sehr ausführlich. Wer die Spielwelt also mochte, kann sie hier voll und ganz erleben. Ob die Speicherfunktion und das Klonen wirklich praktikabel sind, wird sich wohl zeigen. Es sollte allerdings kein Problem sein Hausregeln zu erschaffen.

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